Das Projekt “Haus Prudence”

Wir stellen uns vor:

Initiator dieses Projektes ist Andreas Appenheimer.
Entstanden ist dieses Konzept durch die erfolglose Suche nach einer recht speziellen Art des Stationär Betreuten Wohnens (SBW).
Bisher gibt es massenhaft SBW-Projekte, in denen jedoch die Bewohner einige bestimmte Kriterien aufweisen müssen:

  • Unfähigkeit alltägliche Aufgaben alleine bzw. selbst-/eigenständig zu bewältigen
  • permanente Beobachtung des gesundheitlichen Status
  • Fehlen von bestimmten kognitiven Fähigkeiten

Auf der Suche nach einem speziellen Rahmen von gemeinsamen Wohnen gibt es zwar thematisch verschiedene Varianten von Wohngemeinschaften, also auf eine Wohnung begrenzt die Vergabe von Einzelzimmern und einem gemeinsamen Nutzungsbereich von Wohnzimmer und Küche, jedoch ist dies selten als eine Dauerlösung nutzbar und auch nicht so vorgesehen.

Daher wurde ein nicht vollkommen Neues, jedoch am Bedarf der individuellen Wünsche von speziellen Menschen angepasstes Wohnkonzept skizziert, welches nun vom Reißbrett zur Realisierung übertragen wird.

Ein ganzes Haus mit unterschiedliche großen Einzelwohnungen, selbst verwaltet von den Bewohnern, welche eine möglichst große gemeinsame Schnittmenge bilden.

In Sinne des Initiators geht es um Menschen…

  • ab 45 Jahren, welche nicht mehr alleine wohnen wollen
  • psychiatrische und therapeutische Erfahrungen haben
  • unter chronischen Depressionen leiden
  • mittelschwere daraus resultierende Symptome zeigen, wie Panikattacken, Soziophobie, Isolationszwänge und ähnliches
  • außerdem in Grundsicherung, (Früh-)Rente, Hartz4 stehen und dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen
  • jedoch durch ihre Fähigkeiten (aus Beruf oder Talent) nicht tatenlos die Zeit verbringen möchten

Ziel ist es, alleine durch die Präsenz des “nicht alleine Seins” eine heilsame Lebensatmosphäre zu schaffen, Achtsamkeit gegenüber seinen Mitbewohnern, Ansprechpartner auf einer extrem niederschwelligen Ebene, Angebote gemeinsamer Aktivitäten, regelmäßige Gruppen im Selbsthilfegruppen-Charakter anzubieten. Ferner auch unbefristet einen endgültigen Lebensmittelpunkt zu realisieren

Realisiert werden soll dies auch in Bezug auf ein deutliches Gegenkonzept von Seniorenheimen, in denen die Aktivitäten schlicht gegen Null gefahren sind, stattdessen die Talente und Fähigkeiten der Bewohner wieder einzusetzen oder gar neu zu erlernen. Dazu gehören dann:

  • Angebot einer Hausküche für gemeinsames Mittagessen
  • Hausmeistertätigkeiten
  • Buchhaltung und Kassenwart
  • Bewerbungsgremium für Bewohner
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Multiplikation des Konzeptes
  • Verwaltungstätigkeiten und Planung von Freizeit und professioneller Unterstützung

 

Finanziert wird dieses Projekt dann vorrangig durch reale Mietverträge, welche rechtskräftig auch vor Behörden bestehen, aus Spenden im Wohlfahrtsbereich und vielleicht auch Förderungen aus Bundes- oder Landesmitteln.